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Menschenrechts-Memory in Berlin
Eine kreative Idee hat die Berliner Menschenrechtsbildungsgruppe zusammen mit der Klasse 9d der Neuköllner Kurt-Löwenstein-Schule umgesetzt: auf dem Karl-Marx-Platz stehen etwa 30 Kisten mit Deckeln, Kinder wuseln umher und drehen die Deckel um – innen sind Fotos befestigt. Die Kinder spielen das „Menschenrechts-Memory“, das in dem Schulprojekt entstanden ist.
Das Memory soll den Jugendlichen und Kindern zeigen, welche Rechte sie eigentlich haben. Dazu wurden in einer mehrtägigen Projektarbeit mit der Hauptschulklasse verschiedene Szenen nachgestellt und fotografiert. Zum Beispiel „schieben“ vor dem Rathaus Jugendliche einen Mitschüler ab – das Thema Asyl wird hier thematisiert. Das im Memory-Spiel zu findende Pendant zeigt die Wunschsituation der Jugendlichen. Hier wird der Mitschüler nicht abgeschoben, sondern willkommen geheißen.
Auf einem anderen Bild sprechen Jugendliche eine ältere Dame an. Noch ist unklar, worum es geht - Strassenkriminalität? Auf dem „Wunschbild“ sieht es dann aber ganz anders aus: Die Jugendlichen fragen per Sprechblase, ob sie der Frau helfen können – Thema Solidarität. Die Frau antwortet: „Das hätte ich nicht von Euch erwartet“ – übrigens ein Originalzitat der Frau, sich dann auch spontan bereit erklärte, bei der Foto-Memory-Aktion mitzumachen. Eine kurze Reportage hierzu finden Sie bei Neukoelln TV.
© 2008 Amnesty International Deutschland

